Warum höre ich eigentlich dauernd dies Scheibe? Ist es die geschmeidige, angenehme Stimme der Schwedin Maria Pihl, die hier ihr Debütalbum ablegt? Sind es die eingängigen Melodien von Ola Magnell - ein in Schweden höchst bekannter und mit Goldenen Schallplatten ausgezeichneter Singer/Songwriter -, dessen Lieder die Pihl hier unter Begleitung deutscher Jazzmusiker vorträgt? Bis auf das in deutscher Übersetzung im Klapp-Cover abgedruckte Titelstück verstehe ich kein Wort. Macht nichts! Musik ist ja eine Sprache für sich. Oder ist es die während der Session im Kölner Studio fantastisch farbige, gelöste und unmittelbare Aufnahme (...) Sie merken schon: Dieses Album ist ein Gesamtkunstwerk geworden. Von den Kompositionen über derenkongeniale Darbietung bis zur Klang- und Pressqualität stimmt hier einfach alles. Und genau darum höre ich dauernd diese Scheibe.
Matthias Böde, STEREO

MEYER RECORDS no 164 (CD)
MEYER RECORDS no 163 (Audiophile LP – 180g Vinyl – Klappcover)

Aufnahmen Mai 2009
Maria Pihl - vocals, Sascha Delbrouck - contrabass, bass Peter Engelhardt - acoustic and electric guitars, Xaver Fischer - keyboards, grand piano Marcus Rieck - percussion
DMM-Mastering bei Günter Pauler, Pressung Pallas Deutschland, Cover © MEYER ORIGINALS
Rezensionen
(...) das ist schöner pop, etwas an kari bremnes erinnernd, vielleicht sparsamer instrumentiert vorgetragen und verbreitet in summe ebenso wohlgefühl und ein schwebendes, federleichtes gefühl. die songs werden beinahe behutsam mit kontrabass, perlendem pianospiel, zurückhaltender percussion und primär akkustik-, mitunter auch e-gitarre instrumentiert, ein wenig chansonartig vorgetragen. die stimme erinnert an vieles und an nichts, frau pihl stellt sich in den dienst dieser songs, sie tut dies nicht aufmerksamkeitheischend sondern dezent und mit würde. ich besitze die hervorragend produzierte LP, die auf der innenseite des klappcovers den originalen text des ersten songs samt einer englisch und deutsch gehaltenen übersetzung aufweist. meyer-records sind mir bekannt, die produktionen dieses labels zeichnen sich durch eine unspektakuläre und enorm natürliche aufnahmequalität aus. jeder ton ist perfekt belichtet und glaubwürdig an seinem platz dargestellt, die musikreproduktionsanlage - so gut genug - tritt völlig in den hintergrund, man sieht durch ein gut geputztes fenster auf die erschaffung dieser sehr schönen musik. also: anspruchsvoller, nordischer pop, rundum perfekt dargeboten, eingespielt und produziert, das schaffen so nur besessene überzeugungstäter (...) Stephan Urban, Wien
Highlight des Monats! [Le Forum d’ Vinyl, August 2009]
Es ist besonders Kari Bremnes zu verdanken, dass sich die skandinavische Musik in Deutschland etabliert hat und immer mehr Liebhaber findet. Und auch dank des legendären OPUS 3-Labels wissen nun sehr viele, wie intensiv im Norden Europas die Musikstile ineinander fließen, Jazz, Blues und Folk leben wie selbstverständlich nebeneinander.
Musizieren ist in vielen Familien eine ganz normale Freizeitbeschäftigung, Musikhochschulen haben regen Zulauf. (...) Maria Pihl trifft Ola Magnell, den bekannten schwedischen Singer/Songwriter und Gitarristen.
Magnell veröffentlicht bereits seit den 70er Jahren höchst erfolgreich Platten, schrieb aber auch für andere Künstler Songs. Dass er dafür zu Hause bereits drei goldene Schallplatten an der Wand hängen hat, wundert bei seiner Popularität in Schweden niemand. Als er die attraktive Maria Pihl kennenlernte, staunte er nicht schlecht über ihre wunderbare, wandlungsfähige Stimme, die sowohl zart-weich als auch kräftig und energisch klingen kann.
Gemeinsam kreierten sie dieses Debütalbum von Maria Pihl, das wohl sehr viele Musikliebhaber mit der Neigung zu anspruchsvollen Songwriter-LPs begeistern wird. Sie singt selbstverständlich in ihrer Muttersprache. Begleitet wird Maria von deutschen Jazzmusikern. Die Stücke stammen alle von Ola Magnell, eines davon hat hier Premiere.
Die Musiker sind hier keineswegs nur Beiwerk, um den Gesang in den Mittelpunkt zu rücken, dazu ist deren hohe Reputation in der Jazzszene zu wertvoll. Vielmehr schaffen sie es auf beeindruckende Weise, die Poesie der Liedertexte und die enorme stimmliche Vielfalt im Ausdruck auch instrumental in elegante wie auch charmante Arrangements umzusetzen. Die elf Lieder sind eine feine Mischung aus Balladen und Midtempo-Popsongs, die eine sehr zeitlose Stimmung vermitteln.
Diese sehr schöne Atmosphäre wird durch das unauffällige und doch sehr präzise Klangbild unterstützt, für das der in Deutschland sehr bekannte und geschätzte Günther Pauler (Stockfisch Records) verantwortlich ist.
Das so entstandene Werk „Malvina“ ist für Liebhaber guter Frauenstimmen ein echtes Highlight, auch anspruchsvolle Hörer kommen hier voll auf ihre Kosten.
Das schöne Klappcover enthält eine Übersetzung des Titelstückes in Englisch und Deutsch [von Gabriele u. Gisbert Haefs] sowie Linernotes von Ola Magnell. Le Forum d’ Vinyl
(...) Songs zwischen Folk, Pop und Jazz und sehr viel Hit-Potential: Magnell ist ein begnadeter Melodiker, und Pihls Stimme hat genug Ausstrahlung, um über fehlendes Textverständnis hinwegzuhelfen. Dem Kölner MEYER RECORDS-Label ist da mal wieder eine beachtliche Entdeckung gelungen – man fängt an, sich daran zu gewöhnen! Klang (Mastering: Günter Pauler!) und Fertigung (Pallas) sind gleichfalls wieder exzellent ... Connaisseur Mailorder